                                                               Gewidmet allen
                                                         defekten JFS-Volumen...
 
  JRescuer fr JFS 
    Pavel Shtemenko

    seit Oktober 2001
 

    Einfhrung

Dieses Dienstprogramm dient zum Auslesen von Dateien von JFS-Volumen, auf die
aus verschiedenen Grnden nicht mehr zugegriffen werden kann, z.B. Fehlschlagen
der 3. Phase von CHKDSK.
 
HINWEIS: Dieses Programm bentigt weder JFS.IFS noch LVM. Es kann also auch unter
Warp 3 verwendet werden (mit den entsprechenden Fehlerkorrekturen fr Laufwerke,
Treiber usw. natrlich).
 

    Befehlszeilenparameter

 JRescuer d: /o
 
Wobei "d" den Laufwerksbuchstaben des beschdigten Laufwerks angibt und "o"
eine der unten beschriebenen Optionen ist. Die Angabe des Laufwerksbuchstabens
ist obligatorisch, weitere Parameter sind optional. Ohne Parameter tastet
JRescuer das gesamte Volumen ab. "d" kann auch in Form der Nummer des phyischen
Laufwerks angegeben werden.
 
 
 S[=nummer] - suche [in beliebigem Verzeichnis]
 
   Sucht Dateien - gelschte ausgenommen. S sucht alle Verzeichnisse mit dem
   Elternverzeichnis, das den inode = nummer besitzt.
 
 D[=nummer] - nur Verzeichnisse und Dateien ausgeben

   Zeigt alle mit diesem Programm und unter den festgelegten Bedingungen
   gefundenen Daten auf dem Bildschirm an.
   Die Rekursionstiefe kann festgelegt werden. Beispiel:

     JRescuer d: /D=1

   Gibt nur Daten fr das Wurzelverzeichnis aus.
 
 R - Laufwerk einhngen

   Fr den Fall, da die Laufwerksstruktur nicht defekt, aber CHKDSK
   fehlgeschlagen ist. Mit dieser Option lt sich ein Laufwerk "nur fr ein
   Mal" wiederbeleben, auf das nach einem Systemstart und fehlgeschlagenem CHKDSK
   nicht zugegriffen werden konnte. Schlimmstenfalls geschieht hierbei nichts.
 
 CPcp - zustzlicher Zeichensatz

   In Umgebungen mit mehreren Zeichenstzen (z.B. arbeitet der lokale Rechner
   mit cp866, aber LAN-Benutzer verwenden Volumen mit cp1251) hilft dies bei der
   Wiederherstellung von Dateinamen mit dem korrekten Zeichensatz. Hierfr ist
   eine in der CONFIG.SYS gesetzte Umgebungsvariable LANG und die Installation
   der vollstndigen Sprachuntersttzung erforderlich. Vollstndige Beschreibung
   siehe kommerzielle Version (erscheint in Krze).
 
 I - Start-Inode (Verzeichnis)

   Dieser I-node definiert das Wurzelverzeichnis (Einzelheiten siehe unten)
 
 G - Zugriff auf Datei mit vollstndigem Pfad

    Datei wird ber vollstndigen Pfad angegeben, aber ohne Laufwerksbuchstaben.
    Beispiel:
 
      JRescuer d: /G=\needDir\anotherDir\need.file
 
    Die Datei d:\needDir\anotherDir\need.file wird im aktuellen Verzeichnis
    gespeichert.
 
 
 U - Liste gelschter Dateien erstellen. Mit diesem Paramter wird eine Liste
     gelschter Inods ausgegeben:
 
    InodeNumber LastAccessTime LastChengedTime LastModefiedTime LastCreatedTime SizeOfFile
 
    Zum Wiederherstellen einer gelschten Datei folgendes eingeben:

      JRescuer d: /U=InodeNumber
 
    Zum Wiederherstellen eines gesamten Verzeichnisses folgendes eingeben:

      JRescuer d: /I=InodeNumber
 
    JRescuer liest die Dateien aus (falls mglich) und sichert sie in der Datei
    Restored.From.JFS im Arbeitsverzeichnis. Das Sichern auf demselben Laufwerk
    wird nicht empfohlen.
 
 U=InodeNummer - Datei mit dieser Inode-Nummer auslesen
 
    Datei mit dem Inode = InodeNummer auslesen. Fr alle Dateien mglich, egal
    ob gelscht oder nicht.
 
 U=* - alle gelschten Dateien wiederherstellen
 
    Stellt smtliche gelschten Dateien wieder her.
 
 O - Ausgabepfad
   
   Legt den Ausgabepfad fest, in dem wiederhergestellte Dateien gesichert werden.
 
 2 - Mit zweitem Superblock beginnen
 
   Standard: ersten Superblock verwenden, bei Fehlschlagen zweiten verwenden.
   Mit dieser Option wird erst der zweite Superblock verwendet und im Falle
   des Fehlschlagens der erste.
 

Methoden
 
Die kleinste JFS-Struktur ist ein Inode. Er enthlt den Datensatztyp sowie viele
weitere Informationen. Der nullte und erste Inode sind bei JFS reserviert. Daher
mu bei der Wiederherstellung von Laufwerken mit dem Inode 2 begonnen werden.
Bei Aufruf mit der Option D wird folgende Liste angezeigt:
 
  InodeNumber  Name  Flag (z.B. 4096 tmp DIR)

Hierbei ist InodeNumber die ganzzahlige Nummer des Datei- oder Verzeichnis-Inodes
mit dem Namen Name. Die Werte fr Flag sind DIR oder space. Space bedeutet, da
es sich um eine separate Datei handelt und darauf derzeit nicht zugegriffen
werden kann - es kann nur auf ein Verzeichnis zugegriffen werden.

Um es auszulesen, verwenden Sie:

  JRescuer /i=4096
 
Dadurch werden smtliche Ordner ausgelesen, auf die Inode 4096 verweist, und ihr
Inhalt wird angezeigt. Alle reparierten Dateien und Verzeichnisse werden im
Arbeitsverzeichnis von JRescuer beginnend gesichert.
 
